ms Horse Blog Nr. 55 Im Fokus: Warum wird das Reiten mit inneren Bildern einfacher?

ms Horse Blog – Februar 2017

ms Horse Blog Nr. 55 Im Fokus:

Warum wird das Reiten mit inneren Bildern einfacher?

Der vorangegangene ms Horse Blog im Januar beschäftigte sich mit den Gründen für die selektive Entwurmung beim Pferd. Zum nachlesen einfach hier klicken. Der aktuelle ms Horse Blog beantwortet die Frage, warum das Reiten mit inneren Bildern so viel einfacher wird.

Der Sitz des Reiters ist eine komplizierte Angelegenheit, weil er beweglich und gleichzeitig stabil sein soll. Irgendwelche gut gemeinte in die Bahn geschmissene Kommandos haben oft die Folge, dass sich der Reiter mehr verspannt als dass sich der Sitz verbessert. Im Rahmen meiner Tätigkeit als Trainerin B (FN) durfte ich des Öfteren erfahren, wie immens sich der Reitersitz verbessert, wenn ich meinen Reitschülern statt eines Kommandos, ein inneres Bild an die Hand gebe.

Um den Reitersitz zu verbessern gibt es zahlreiche Bilder, die für den einen Reiter gut funktionieren, bei einem anderen jedoch keine Verbesserung hervorrufen. Daher ist es von Bedeutung verschiedene Bilder auszuprobieren um diejenigen zu finden, die eine möglichst große Änderung auf den eigenen Körper haben.

Im Folgenden nun ein paar Anregungen für innere Bilder.

  • Schultern

Viele Reiter, haben das Problem, dass die Schultern nach vorne fallen. Hier hilft es sich vorzustellen, dass die Schultern lächeln wollen. Durch diese Vorstellung werden die Schultern nicht einfach nur nach hinten gezogen sondern der ganze Brustkorb öffnet sich und die Schultern werden automatisch nach hinten genommen.

  • Aufrechter Kopf

Häufig richtet der Reiter seinen Blick zu sehr auf den Pferdehals, was dazu führt, dass der Kopf zu stark nach unten geknickt wird. Hier kann es helfen sich vorzustellen, dass oben auf dem eigenen Kopf vom Nacken bis zur Stirn eine edle Federhaube angewachsen ist, wie die von einem Kakadu.

  • Zur Verbesserung der Versammlung

Um das Pferd besser zu versammeln stellt der Reiter sich einen Punkt auf der Brust des Pferdes vor. Dieser Punkt soll nach oben zeigen, sodass das Pferd hinten „kleiner“ und vorne „größer“ wird. Weiteres Bild für die Versammlung ist sich vorzustellen auf der Hinterhand platz nehmen zu wollen.

  • Zirkel verkleinern

Die Lektion Zirkel verkleinern kann in der Ausführung verbessert werden, indem der Reiter gedanklich in die Richtung seines inneren Knies reitet. Dadurch ist die Richtung klarer und der Zirkel wird regelmäßiger und gleichmäßiger verkleinert. Außerdem wird die Gewichtsverteilung günstig beeinflusst.

Oftmals helfen bei tiefgreifenden Sitzproblemen Übungen auf dem Boden oder auf dem Gymnastikball. Bei manchen Sitzfehlern ist jedoch keine Lösung auf dem Pferd zu erreichen. Hier sollte dann ein Fachmann z.B. ein Orthopäde, Physiotherapeut oder Osteopathen zu Rate gezogen werden. Weiterhin ist die Ausübung von anderen Sportarten wie Pilates, Yoga, Ballsportarten und Ausdauersportarten hilfreich um den Körper vielfältig zu fordern und zu fördern.

Welche inneren Bilder helfen Euch beim Reiten und beim Umgang mit Euren Pferden? Hattet Ihr mit einem Bild schon ein Schlüsselerlebnis? Habt Ihr einen Trainer oder Stallkollegen, der Euch schon ein hilfreiches Bild vermittelt hat? Wendet Ihr noch andere Methoden zur mentalen Stärkung an und wenn ja welche sind das? Ich freue mich über Eure Kommentare und Anregungen, Eure Lea Preisendanz vom ms Horse Team. Fragen oder Anmerkungen? Tretet mit mir in Kontakt: l.preisendanz@horse-fitwell.de